One heart – one love

Wahrnehmen und in aller Tiefe wirken lassen

Dein Ego ist Dein echtes Sein. 
Du bist 100% Du, es kann gar nicht anderes sein.
Zu keinem anderen Zeitpunkt, an keinem anderen Ort.

Nur hier, nur jetzt.

Lass Dich einfach so sein, wie Du bist, Du wirst Dich selbst niemals los werden, so nimm Dich an!
Du hast keine Wahl als Dich ganz und gar anzunehmen wie Du bist.

Ich liebe Dich so, wie Du bist, tue Du es auch.
Teil Dich absolut selbst-ehrlich mit all Deinen Gefühlen mit – völlig unabhängig von allen Tabus – die Du in Deinem bisherigen Leben gelernt hast.

Dann lieben wir uns natürlicherweise alle miteinander freiwillig – Eine Welt ohne Gewalt, ohne Zwang, ohne Widerstand gegen das Leben, wie es sich durch Dich erfahren möchte 

Du bist ein Mensch wie ich einer bin – lass uns endlich Menschlichkeit auf allen Ebenen erleben!
Die Zeit und der Ort dafür ist da – jetzt und hier!

In Liebe
Thomas

P.S.:
Dies ist mein letzter Post auf diesem Blog – ich wende mich neuen Aufgaben zu… der direkten Begegnung

Wut – ein Zeichen von Charakterschwäche oder spiritueller Unreife?

Friederich der Wüterich

Nach der Meditation heute Morgen zeigten sich zwei Ideen für Blog-Beiträge, einen über Humor und der andere über Programmierungen. Diese beiden sind jetzt auf die lange Bank geschoben, weil sich – nach dem Telefonat mit meiner zukünftigen Ex-Frau ein anderes Thema in den Vordergrund gedrängt hat: die Wut. So folge ich nun diesem Impuls (und der expliziten Aufforderung meiner Noch-Ehefrau) etwas über meine Wut zu schreiben.

Was ist Wut?

Laut Wikipedia ist Wut eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion (Affekt), die durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, z. B. eine Kränkung, ausgelöst worden ist. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn

… Unter Wutanfall versteht man einen meist kurzzeitigen partiellen oder völligen Verlust der Kontrolle…

…Der Wutanfall wird auch als Überreaktion bezeichnet und gilt deshalb in den meisten Kulturen als Charakterschwäche. Analog gilt es oft als Charakterstärke, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, sondern die Contenance zu wahren bzw. kühl zu bleiben…

https://de.wikipedia.org/wiki/Wut

Einen ebensolchen Wutanfall hatte ich – der Wüterich (Zitat aus dem Struwelpeter: „Der Friederich, der Friederich, Das war ein arger Wüterich!…“) – eben während des Telefonats in dem es um die Aufteilung des Vermögens bei der Scheidung ging. Ich habe also die Kontrolle verloren und habe mich meiner Charakterschwäche voll und ganz hingegeben. So ist es.

Ich habe sie angeschrien und all die Dinge gesagt, die ich lange unterdrückt habe. Sie sind einfach aus mir heraus explodiert. Sätze wie „Nachdem Du das Haus, das … Euro wert ist, bekommst streiten wir uns jetzt um ein paar hundert Euro? Ich habe das Gefühl, dass Du jetzt hier den Hals nicht voll genug bekommst und ich wünsche Dir, dass Du an den paar Hundertern erstickst!“

Worte voller Wut und Hass, die aus mir herauswollten. Derer ich mich ent-ledig-en wollte. Diesmal habe ich es einfach so sein lassen. Ich bin nicht dem gelernten Glaubenssatz der „Charakterschwäche“ gefolgt und habe noch nicht einmal auf die Contenance geschi..en, da mir in dem Moment gar nicht bewusst war, dass es so etwas überhaupt gibt. Ich habe mich einfach dem – was ich in dem Moment gefühlt habe – Ausdruck verliehen. Habe es formuliert, habe ihm eine Form gegeben. Ich habe meinen Gefühlen freien Lauf gelassen. Das, was bei Kindern im Alter von ein bis vier Jahren noch als normales Verhalten gewertet wird.

Der amerikanische Kinderarzt William Sears unterscheidet allerdings zwischen manipulativen Wutanfällen einerseits, die durch Nichtbeachtung entmutigt werden sollten, und Enttäuschungs-Wutanfällen andererseits, in denen das Kind wirklich Trost und Zuspruch benötigt, um die Aufgabe, an der es zu scheitern fürchtet, doch noch zu bewältigen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wut

So hat das Kind in mir, aus mir gesprochen, es war enttäuscht. Es war enttäuscht, dass es nicht gesehen wurde. Dass seine „Leistung“ nicht anerkannt wurde. Die Leistung des „in der Gesellschaft Funktionierens“, des „sich Aufopferns für die Familie“, des „alles dafür Tuns, damit es der Frau und den Kindern gut geht, selbst wenn der Vater die Familie verlässt“. Also auch ein schuldig fühlen für die Situation, wie sie nun mal ist. Sie ist aber nicht wegen mir so! Sie ist so, weil sie so ist. Einfach so. So ist es und niemand trägt die Schuld dafür. Und es blockiert die Energie, den Lebensfluss, zu versuchen an den Dingen, die sich nicht als wegweisend gezeigt haben, festhalten zu wollen…

Warum entsteht Wut (oder andere Gefühle)?

Der Grund für den Ausbruch des Wut-Vulkans wurde so offenbar: Es waren meine Schuld-Gefühle den Kindern gegenüber, die Schuld und Scham, die ich empfinde ein nicht präsenter Vater zu sein. Wobei es auch – während ich noch zusammen mit ihnen im Haus gelebt habe – oft so war, dass ich nicht präsent war. Ich war geistig nicht präsent. Anfangs war ich in Gedanken in der Firma, später war ich in Gedanken über spirituelle Themen oder habe mich in Meditation geflüchtet.

Flucht als Dauer-Thema, Flucht sich seinen wahren Gefühlen zu stellen. Ich habe die Beschäftigung / Aktion mit Dingen im Außen dazu missbraucht, um mich nicht mit den Wunden meines inneren Kindes und den damit verbundenen Schmerzen zu beschäftigen. Heute wurden sie (wieder einmal) offensichtlich. Mein Gefühl des „Nicht anerkannt / gesehen Werdens“ hat sich aus dem Versteck des Unbewussten gewagt.

Die vordergründigen Wut-Gefühle haben dies nur aufgezeigt, als Weg-Weiser, sie sind die Sprache, über die Gott durch uns, mit uns kommuniziert. Die eigene Bewusstseinskraft und die Selbst-Betrachtung haben mich zur eigentlichen Blockade geführt, damit sie gesehen wird und erlöst werden kann.

Was zeigt die Wut (oder andere Gefühle)?

Spirituell unreif wäre es zu sagen, dass man keine Wut mehr spürt. Dafür gibt es den hübschen Begriff „Spriritual Bypassing“, eine Art „spiritueller Vermeidung“, sprich sich immer, wenn sich „unangebrachte“ Gefühle ankündigen in die Meditation zu flüchten, weg von der eigentlichen Welt, rein in die Einheit, um nicht mit „der dunklen Seite der Macht“ in Berührung zu kommen. Denn sie zeigt sich immer dann, wenn die einwirkende Situation unbewusste Themen an die Oberfläche bringt, wenn sie ans Licht kommen…
Aber sie kommen deshalb ans Licht, um erlöst zu werden und nicht, um weiter den Deckel drauf zu halten. Sonst steigt der Druck ins unermessliche. Und der Druck ist da, weil die Ur-Situation noch nicht erlöst ist.
Mit jedem Wutausbruch (gelebt oder in Trance durchfühlt) komme ich näher an dieses Ur-Thema heran, um diesem Thema endgültig den Nährboden zu entziehen.
Jedes endgültig erlöste Ur-Thema – das durchaus auch ein kollektives Thema sein kann – reduziert die Situationen, in denen ich zum „Friederich dem Wüterich“ werde…
…und damit auch an den Folgen von unterdrückter Wut zu erkranken…

In diesem Fall ist definitiv ein kollektiver Glaubenssatz mit betroffen, doch dazu in den nächsten Tagen mehr, denn da wird eine Serie draus 😊

Dankbarkeit

Ein sehr guter Freund von mir – der mittlerweile verstorben ist – hat einmal gesagt, nachdem er nach seinem Vater gefragt wurde: „Mein Vater ist ein cholerisches Arschloch!“. Er hat sein Potential in sich genauso zu sein in sich erkannt. Er wollte das so – weil er es am eigenen Leib erlebt hat – auf keinen Fall leben. Er hat seine Art damit „umzugehen“ gefunden gehabt…
Er hat sein Leben lang seit er 16 Jahre war gekifft, das hat ihn „beruhigt“ und geerdet und vielleicht hat es auch mit dazu beigetragen, dass sein Leben – mit 40 durch einen Herzinfarkt – früher zu Ende ging als manch anderes.
Auch das war in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Hinweis für mein Leben wofür ich sehr dankbar bin.

Auch bin ich sehr dankbar für die Situation heute Morgen, denn sie hat mir den wertvollen Hinweis gegeben, wo es etwas zu finden gibt, was mich meinem Wesenskern näherbringt, was mich selbst erkennen lässt.
Dankbar meiner Noch-Ehefrau gegenüber, die meine laute Stimme hat ertragen müssen (die geifernden Spucke Bläschen blieben ihr erfreulicherweise durch den Telefonhörer erspart).
Dankbar meiner Freundin gegenüber, die mich nicht für mein aggressiv (männliches?) Verhalten verurteilt hat.
Dankbar dem Leben gegenüber, dass ich im Moment die Gelegenheit habe, all diese Erfahrungen durch das Schreiben in mir zu integrieren, damit ich mein volles Potential leben darf.

In Liebe

Thomas

Begegnung mit einem Engel

Die Sonne kommt durch

Bei einem Satsang mit Muni in Nürnberg ist mir das erste Mal Paula (als Teilnehmerin) begegnet und ich war erstaunt, dass sie nicht in ihrem SO SEIN gesehen wurde.

Alle lauschten wie gebannt den tiefen und präzisen Worten von Muni und niemand konnte ihr strahlendes Licht wahrnehmen. Ich fand das so verwunderlich, aber genau das ist vermutlich das „Problem“. Die meisten Menschen schauen einfach in die „falsche“ Richtung. Sie sehen nur das was sie im Moment sehen wollen/können. Das was sie senden, bekommen sie zu sehen. Wenn sie aufhören zu senden, sehen sie das Göttliche,… in sich… und im anderen. Wenn sie nicht mehr senden, können sie empfangen.

Ich war zu diesem Zeitpunkt in manchen Bereichen noch auf Sendung (und bin es vermutlich immer noch). Was ich gesendet habe, hat mir Paula widergespiegelt, so hatte ich durch diese kurze Begegnung folgende Erkenntnisse, die sich in den nächsten Wochen der Selbst-Reflexion und -Erforschung offenbart haben:

  1. Polyamor, Polygam, Monogam sind alles Label für Konzepte, die versuchen das Leben in einen Rahmen zu pressen. Keines der Konzepte nimmt Rücksicht auf das Leben wie es eben fließt. Wenn man glaubt eine „Lösung“ gefunden zu haben, die funktioniert, zeigt Dir das Leben die Grenzen dieser Lösung auf. Jeglicher neu erkannten Wahrheit folgt die Ernüchterung durch das Erkennen ihrer Begrenztheit.
    ES ist grenzenlos und nicht von dieser Welt, so auch nicht in ihr zu finden. Die erhoffte Sicherheit durch das Einsperren von Dingen im Außen in Form einer Regelung muss an seine Grenzen stoßen. Es ist nichts „Verkehrtes“ daran dieses zu Erkennen. Dass einige der Erkenntnisse mit Schmerzen und Leid verbunden sind, lässt sich nicht vermeiden oder umgehen. Da muss man halt durch, man muss es erfahren.
  2. Ich lebe nicht das, was ich leben möchte, was aus meinem Herzen kommt
  3. Liebe ist nicht begrenzbar, weder auf eine Person, noch auf eine Familie, noch auf eine Stadt, noch auf ein Land, …
  4. Begrenzungen entstehen im Verstand
  5. Das Aussenden von unbegrenzter Liebe wirkt auf „nicht empfangsbereite Menschen“ verstörend oder wird „falsch“ interpretiert, weil sie personenbezogen projiziert wird
  6. Ich wollte immer helfen
  7. Ich war Harmonie-Süchtig
  8. Ich war nicht ehrlich zu mir selbst

Jetzt weiß ich

Das Leben lässt sich nicht in einen Rahmen pressen und der Rahmen ist vom Selbst-Bild getragen. Fällt das Selbst-Bild, fällt der Rahmen.

Diese Erkenntnisse verdanke ich auch – nicht ausschließlich – dieser Engelsbegegnung.

Dies war ein Teil meines Weges, finde Du den Teil Deines Weges.

 

In Liebe

Jnanadev